Bridges of Music

„Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“ – Henry Wadsworth Longfellow

Musik erreicht Menschen, wo Worte versagen. Sie kann Mauern einreißen und Brücken bauen, Herzen öffnen und neuen Dialog anbahnen. Zwischen den Musikern untereinander und ihrem Publikum. Zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Geschlechter und gesellschaftlicher Schichten. Zwischen Menschen, die im Gegenüber nur das bedrohlich Fremde sahen, bis sie gemeinsam von Musik berührt wurden.

Mit ihrem Herzensprojekt Bridges of Music trägt die Berliner Musikerin und Komponistin Beatrix Becker diesen Gedanken in die Welt. Sie verbindet in ihren Werken so unterschiedliche Stilistiken wie Klezmer und Tango, Jazz und Filmmusik. Geht auf die Suche nach Klängen und Stimmungen, in Buenos Aires und der Schweiz, in Jerusalem und New York City. Und öffnet Begegnungsräume mit großartigen Musikern (u.a. Giora Feidman, Noah Hoffeld, Cora Venus Lunny).

Je weiter Beatrix Becker ihr künstlerischer Weg führte, umso deutlicher wurde ihr, wie einfach Musik unterschiedliche Menschen miteinander in Verbindung bringt. Auch und gerade in Zeiten, in denen Verständigung nötiger scheint denn je. Den Anstoß zu Bridges of Music gab ein Auslandskonzert in Istanbul kurz vor dem Militärputsch im Sommer 2016. Seit diesem prägenden Erlebnis engagiert sich Becker bewusst für Verständigung mit Mitteln der Musik.

Aktuell besucht Beatrix Becker Botschafter und Kulturbeauftragte in Berlin. Sie erläutert ihre Ideen, stellt Fragen, sammelt Eindrücke und Inspirationen und improvisiert als Dankeschön nach jedem Treffen auf ihrer Bassklarinette. Schritt für Schritt organisiert sie so eine Konzertreihe durch die diplomatischen Vertretungen – als musikalische Weltreise vor Ort. Wo immer es möglich ist, gestaltet sie Konzerterlebnisse gemeinsam mit Künstlern aus den jeweiligen Herkunftsländern. Und plant bereits ein öffentliches Event mit möglichst vielen internationalen Gastmusikern.

Beckers Idee stößt schon im frühen Stadium auf überwältigende Resonanz. Es gibt erste Kooperationen in Berlin wie im Ausland. Parallel laufen Gespräche mit weiteren Organisationen und Sponsoren, die mit Netzwerk und Kapital die filmische Dokumentation des Projekts unterstützen und für größere Events Reisekosten, Gagen, Technik und Werbung mitfinanzieren. Mittelfristig soll Bridges of Music zu einer friedensstiftenden Plattform für musikalische Verständigung heranwachsen. Mit regelmäßigen Konzerten im In- und Ausland, gemeinsamen CD-Projekten und Berichten aus anderen Kulturen und sozialen Kontexten. Mit viel Liebe zur Musik, zur Vielfalt und zum Menschsein jenseits aller Unterschiede.