Becker | Doppscher

Becker | Doppscher

Scherben & Schönheit

Frei schwebende, melancholische Klarinettenmelodien untermalt von tänzerisch perlender Gitarrenakrobatik: Becker | Doppscher erschaffen zeitgenössische Kammermusik. Dialogisch verwoben, "gnadenlos ehrlich – wunderschön menschlich" (Berliner Abendblatt).

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne stellen Becker | Doppscher nun ihr erstes gemeinsames Album "KINTSUGI" vor:

Mit eigenen Kompositionen und ausgewählten neuen Arrangements bekannter Stücke schwelgen sie in der humorvollen Traurigkeit des Klezmer, einer Musik, die klagend und sehnsüchtig, verzeihend und hoffnungsvoll schon alles im Leben gesehen hat. Gemischt mit der Improvisationslust des Jazz und der spielerischen Verruchtheit des Tango kreieren sie einen facettenreichen Gesamtklang.

Inspiriert sind sie von der japanischen KINTSUGI-Kunst, bei der Zerbrochenes mit Gold repariert wird. Becker | Doppscher erinnern an den Wert von Vielfalt - und an die Einheit, die in der Verbindung scheinbarer Gegensätze zu finden ist: Denn jeder Bruch, jede Narbe ist eine Erfahrung, die Gold wert sein kann, wenn man sich traut, sie nicht zu verstecken, sondern auszudrücken.

Diesen Weg gehen Becker | Doppscher bewusst und in aller Konsequenz. Das Ergebnis ist musikalische Magie: Mal spielen beide wild und frei und ungebremst, um gleich darauf sanfte, filigran getragene Klänge in den Moment zu weben. Stets auf der Spur der genau richtigen Melodie, die wie ein goldenes Band von Seele zu Seele fließt.

Ihren Ruf als "one of Berlin‘s finest examples of musical talent" (German World Magazine) erwarben sich Becker | Doppscher bei internationalen Konzerten, z.B. für das Tourismusportal visitBerlin und die Städtepartnerschaft LA-Berlin in Los Angeles. Weitere Auftritte führten sie in den Deutschen Bundestag und die Berliner US-Botschaft, zu den Jüdischen Wochen Leipzig sowie zu Tango Milongas und Vollmond-Konzerten von Rügen bis Bad Schandau.

Begegnet sind sich Becker | Doppscher 2016 im Rahmen von Beatrix Beckers Herzensprojekt "Bridges of Music": Seit einigen Jahren engagiert sich "das Berliner Fräuleinwunder" (Süddeutsche Zeitung) für Völkerverständigung mit den Mitteln der Musik. Nach CD-Produktionen in Argentinien und der Schweiz startete sie eine Tournee von New York über London nach Berlin und Istanbul. In Israel hatte sie das große Vergnügen, mit der Klezmer-Ikone Giora Feidman zu konzertieren, auf dessen aktueller CD "Klezmer Bridges" auch eine ihrer Kompositionen zu hören ist. Das feine Sehnen ihres Klarinettenspiels und den markanten Sound ihrer Bassklarinette, den sie mit der Formation Bassa auf unzähligen Bühnen im In- und Ausland geformt hat, fließt neben der Duo-Arbeit auch in ihre Konzerte als Pianistin mit ein. Seit 2018 erscheint eine Auswahl ihrer Kompositionen beim Friedrich Hofmeister Musikverlag.

Benjamin Doppscher begleitet Beatrix Becker kongenial mit leichtfüßigem Groove, polyphonem Spiel und fröhlich gelassener Wachheit. Als erfahrener Jazzmusiker, der auch die klassische Gitarre liebt, begleitete er Solisten wie die New Yorker Sängerin Rita Louey Moss und spielte u.a. im Vorprogramm von Bobby Kimball (Toto). Auf der Suche nach neuem Ausblick verbrachte er 2009 ein Jahr in Nordschweden. Dort spielte er zahlreiche Konzerte entlang der Bergwanderwege Lapplands und stand mit Top-Musikern der europäischen Jazzszene wie dem Tommy Lakso Quartett und dem holländischen Bassisten Hanz De Waard auf der Bühne. Mit seinem Soloprogramm aus Jazzstandards, Eigenkompositionen und klassischen Gitarrenwerken war er bereits als Support von Ulrich Hofmeiers Premier Swingtett zu hören. 2018 veröffentlichte er ein musiktheoretisches Arbeitsheft in drei Bänden.