Becker | Doppscher

Becker | Doppscher

Klezmer, Tango, Jazz und die Sehnsucht nach dem Mond

Frei schwebende, melancholische Klarinettenmelodien untermalt von tänzerisch perlender Gitarrenakrobatik: Das Duo Becker | Doppscher lotet das ganze Spektrum zwischen Klezmer, Tango und Jazz aus. Hinzu kommt ihre Leidenschaft für musikalische Mondreisen – vom eigens arrangierten „Der Mond ist aufgegangen“ über „Fly me to the Moon“ bis hin zur „Moonlight Serenade“. Mit Präsenz und Professionalität, bekannten Stücken und eigenen Kompositionen verzaubern die beiden Berliner Musiker bei Konzerten, offiziellen Empfängen und im privaten Rahmen.

Beatrix Becker und Benjamin Doppscher kreieren Unterhaltungsmusik im besten Sinne: animierend, luftig leicht, mit Gehalt und Virtuosität. Sie schwelgen in der humorvollen Traurigkeit des Klezmer, einer Musik, die schon alles im Leben gesehen hat – gnadenlos ehrlich und wunderschön menschlich, verzeihend und hoffnungsvoll. Hinzu mischen sie die Improvisationslust des Jazz und die spielerische Verruchtheit des Tango. Das Ergebnis ist musikalische Magie: Wie beim Mond und den Gezeiten geht es ums Fließen, ums Anziehen und wieder Loslassen.

Becker | Doppscher konzertieren für die Berliner US-Botschaft im Deutschen Bundestag, bei den Jüdischen Wochen Leipzig oder für das Tourismusportal visitBerlin, bei Tango Milongas, Hochzeitsfeiern oder Vollmond-Konzerten von Rügen bis Bad Schandau. Wo immer sie aufspielen, tun sie es wild und frei und ungebremst, um gleich darauf berührend sanfte, filigran getragene Klänge in den Moment zu weben – stets auf der Spur der genau richtigen Melodie, die von Seele zu Seele fließt.

Begegnet sind sich Becker | Doppscher 2016 im Rahmen von Beatrix Beckers Herzensprojekt „Bridges of Music“: Seit einigen Jahren engagiert sich „das Berliner Fräuleinwunder“ (Süddeutsche Zeitung) für Völkerverständigung mit den Mitteln der Musik. Nach CD-Produktionen in Argentinien und der Schweiz startete sie eine Tournee von New York über London nach Berlin und Istanbul. Geprägt von ihrer interkulturellen Erfahrung arbeitet sie aktuell an einer „lokalen Welttournee“ durch die Berliner diplomatischen Vertretungen, ergänzt durch Einladungen nach Pakistan, Mazedonien und in die USA. In Israel hatte sie das große Vergnügen, mit der Klezmer-Ikone Giora Feidman zu konzertieren, auf dessen aktueller CD „Klezmer Bridges“ auch eine ihrer Kompositionen zu hören ist. Das feine Sehnen ihres Klarinettenspiels und den markanten Sound ihrer Bassklarinette, den sie mit der Formation „Bassa“ auf unzähligen Bühnen im In- und Ausland geformt hat, fließt neben der Duo-Arbeit auch in ihre Konzerte als Pianistin mit ein (aktuelle CD: „Phoenix“).

Benjamin Doppscher begleitet Beatrix Becker kongenial mit leichtfüßigem Groove, polyphonem Spiel und fröhlich gelassener Wachheit. Als erfahrener Jazzmusiker, der auch die klassische Gitarre liebt, bereicherte er in den letzten Jahren unterschiedlichste Besetzungen. Mit der Band „YOKO“ gewann er den „Deutschen Rock & Pop Preis". Darüber hinaus arbeitete er mit Solisten wie der New Yorker Sängerin Rita Louey Moss, der „Compass Big Band" und dem „Jazzorchester Neue Welt". Auf der Suche nach Ruhe und neuem Ausblick verbrachte er ein Jahr in Nordschweden und spielte entlang der Bergwanderwege Lapplands zahlreiche Konzerte in Kirchen, Kapellen und Touristenstationen. Auf dem „Wintermarknad“ in Jokkmokk stand er mit Top-Musikern der europäischen Jazzszene auf der Bühne, unter anderem mit dem „Tommy Lakso Quartett" und dem holländischen Bassisten Hanz De Waard. Sein Soloprogramm, mit dem er schon als Support von Ulrich Hofmeiers „Premier Swingtetts" zu hören war, umfasst neben Jazzstandards auch Werke aus früheren Epochen der Gitarrengeschichte und Eigenkompositionen.